UX-Profis sind gefragter denn je. Überall wird nach UX Designers, UX Consultants, UX Professional, etc. gesucht. Das Problem: Jeder Personaler scheint darunter irgendwie was anderes zu verstehen. Wen suchen Sie denn nun eigentlich?

UX im Stellenangebot

UX-Fähigkeiten in Stellenanzeigen: Häufig nicht eindeutig

User Experience (UX) ist als Begriff in der deutschen Wirtschaft noch recht jung. Der Begriff umschreibt den erfolgreichen Einzug von Usability-Optimierung und verwandten Disziplinen in die Website- und Softwareentwicklung. Durch seine vielen Ansätze, kann er jedoch so vielseitig ausgelegt werden, dass es schwer ist eine  allgemein gültige Definiton zu finden, auf die sich alle verständigen können und so ist oft unklar, was der Begriff eigentlich meint. Das stellen wir beim Lesen von Job-Descriptions in Anfragen oder in Stellenausschreiben auf Xing und Co. immer wieder fest. Je nach persönlichem Verständnis des Personalers, soll ein UX Designer vollkommen unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen.

Einige Beispiele, was von einem UX-Designer, UX Konzepter oder Consultant UX so alles erwartet wird:

  • Ausgezeichnetes Usability-Verständnis
  • Absoluter Profi in Informationsarchitektur
  • Perfekte Handhabung von Axure, Balsamiq und Sketch
  • Photoshop-Skills auf höchstem Niveau
  • Profi in der Frontend-Entwicklung (JavaScript, HTML5 und CSS)
  • Wissenschaftlich einwandfreie Fähigkeiten, multivariate Tests, Eyetracking-Studien und alle Arten von User Research durchzuführen
  • SEO- und SEA-Kenntnisse in vollendeter Perfektion
  • Natürlich zusätzlich noch tiefgehende Kenntnisse aller Funktionen von Google Analytics und mindestens 3 weiteren Analyse-Tools

Die Person, die all das auf einem professionell einwandfreien Niveau beherrscht, werden Sie vermutlich niemals finden, liebe Personaler. Dennoch ist sehr gut nachvollziehbar, warum es dazu kommt, dass beim Thema UX oft die eierlegende Wollmilchsau gesucht wird: UX schließt als Begriff tatsächlich all diese Disziplinen ein, und, wie wir gelernt haben, noch viele weitere [LINK zu Blog-Artikel „Was ist UX?“]. Es reicht also in der Regel nicht aus, den Begriff „UX“ in einer Stellenausschreibung fallen zu lassen, um ein klares Verständnis davon zu vermitteln, was wirklich gesucht wird.

Was ist ein User Experience (UX) Designer?

Ein UX Designer gestaltet das Nutzererlebnis. Der Unterschied zu anderen Disziplinen im Unternehmen liegt im Arbeitsschwerpunkt und in der Absicht der Tätigkeit: Ein UX Designer gestaltet digitale ebenso wie nicht-digitale Berührungspunkte eines Unternehmens, Produktes oder einer Dienstleistung, mit dem Ziel, die bestmögliche User Experience zu erreichen. Design bedeutet dabei nicht unbedingt visuelles Design, sondern eben Gestaltung im Allgemeinen, das kann auch eine Organisations- oder Beratungstätigkeit sein.

In der Praxis kann ein UX Designer aus ganz verschiedenen Fachrichtungen kommen (z.B. Webdesign, Produktdesign, Informationsarchitektur, IT, Consulting).

UX Designer können in zwei Kategorien unterteilt werden

  1. Jemand, der eine interdisziplinäre Aufgabe erfüllt, die sich über alle für die User Experience relevanten Bereiche erstreckt (z.B. UX Manager in einem Service-Unternehmen).
  1. Jemand, der eine spezialisierte Aufgabe in einem bestimmten Fachbereich übernimmt, in dem er die Rolle als Verantwortlicher für User Experience hat (z.B. Webdesigner oder Konzepter mit Schwerpunkt UX).

Wer einen UX Experten sucht, sollte sich dem Umstand bewusst sein, dass nicht jeder, der die gesuchten Anforderungen erfüllt, sich tatsächlich auch selbst als UX Designer bezeichnet. Umgekehrt erfüllt nicht jeder UX Designer ein bestimmtes Profil, das fest definiert ist.

Bei K Traces Konzeption arbeiten erfahrene Konzepter und Informationsarchitekten mit einem Schwerpunkt auf Usability. Auch wir stellen den Nutzer ins Zentrum des Geschehens, ohne uns selbst den Titel „UX Designer“ zu geben. Wie gezeigt, wäre der Titel nicht spezifisch genug. Jetzt Kontakt aufnehmen.